ReviewAlbum

Band
HELLOWEEN 
Kategorie
Album 
Heft
RH #246 
Titel
Gambling With The Devil 
Erscheinungsjahr
2007 
Note
7.0 

(57:40)
In Gambling With The Devil ist alles drin, was man als langjähriger HELLOWEEN-Fan kennt und mag: Viel Speed, tonnenweise Hymnen, von denen die allermeisten sehr fröhlich sind, und ein paar Ausreißer in alle Richtungen. Zum Beispiel ´Can Do It´, das die Grenzen maximal in möglicher Cheesiness auslotet und im Wettbewerb mit Emporkömmlingen wie Freedom Call ordentlich vorlegt. Andererseits sind da Songs wie das grandiose ´Paint A New World´, das ungeheuren Drive mit einer sofort zündenden Hookline zu einem Instant-Classic der Deris-Ära verbindet. Kaum weniger toll sind das ebenfalls von einem klasse Refrain gekrönte ´The Bells Of The 7 Hells´ und ´Fallen To Pieces´, das mit netten Orchestrierungen fast schon proggig um die Ecke kommt.
Trotzdem ist dieses Album im Gesamt-Katalog der Band eher Durchschnitt. Das liegt zum einen an Details wie dem Gesangssound, der vor allem in den Höhen unnatürlich geglättet klingt, andererseits an den vielen blassen Nummern, die sich vor allem gegen Ende der Spielzeit sammeln und genauso gut jede Single-B-Seite der Hamburger unauffällig füllen könnten. Oder die besseren Alben der unzähligen Kopisten da draußen. Und obwohl „Gambling With The Devil“ niemanden wirklich enttäuschen wird, sollte man schon erwarten, dass HELLOWEEN ihrer Konkurrenz auch abseits von bloßem Kitsch ein gutes Stück voraus sind.


Tobias Blum 7.0

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