ReviewAlbum

Band
PARAGON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #136 
Titel
The Final Command 
Note
7.5 

PARAGON aus Hamburg gehören nicht zu den zahllosen opportunistischen Trendsurfern, die erst seit dem großen Überraschungserfolg von Hammerfall auf der (True) Metal-Welle reiten. Immerhin frönt das Quintett um Axeman Martin "Two-Faced" Christian schon seit 1990 schwermetallischen Sounds, wie sie zumindest in Europa in den letzten ein, zwei Jahren gottlob wieder stark im Kommen sind. Glaubwürdigkeit wird bei den Hanseaten also groß geschrieben, auch wenn die Kapelle ihr erstes, noch stark von Metal Church beeinflußtes Langeisen "World Of Sin" für meinen Geschmack vor drei Jahren doch ziemlich in den Sand setzte. Besonders das unausgegorene Gekreische der ehemaligen Frontsirene Kay Carstens ging mir seinerzeit ganz schön auf den Verdauungstrakt. Da macht der neue Sänger Andreas Babuschkin seine Sache schon bedeutend besser, wenngleich sich auch an seinem derben, sicher noch ausbaufähigen Organ die Geister scheiden werden. Musikalisch agieren die Mannen von der Elbe auf "The Final Command" mit ihrem Zweitwerk allerdings weitestgehend im grünen Bereich. Zwar sind mit der unnötigen Ballade 'War Inside My Head' (auf der übrigens Helloweens Michael Weikath die Leadaxt bedient) und dem leider fast originalgetreu gecoverten Warrior-Evergreen 'Fighting For The World' zwei Ausfälle zu verzeichnen, doch ansonsten kickt die von Altmeister Harris Johns (u.a. Kreator, Sodom, Voi Vod & Helloween) trotz des geringen Aufnahmebudgets amtlich inszenierte Melange aus Power Metal amerikanischer Prägung, Thrash und NWOBHM verdammt ordentlich in den Allerwertesten. Anspieltips: die allesamt rasant intonierten 'Feel The Knife', 'Warriors Of Ice' und 'Eye For An Eye', der eingängige Midtempostampfer 'Under The Gun' und die stimmige Semiballade 'Ashes'.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 7.5

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