ReviewDynamit

Band
THE DARKNESS 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #223 
Titel
One Way Ticket To Hell... And Back 
Note
9.0 

(35:08)
Das beste Classic-Rock-Album seit Jahren? Vermutlich. Die beste Queen-Scheibe, die Freddie Mercury & Co. nie geschrieben haben? Wahrscheinlich. Die humorigsten Texte und der coolste Plattentitel des Jahres? Mit Sicherheit!
Es ist so weit: THE DARKNESS sind zurück! Und wie. Leute, die sich schon mit dem platinveredelten Debüt „Permission To Land“ nicht anfreunden konnten, werden erneut ihre Probleme mit der Band haben; Fans und Freunde des Quartetts werden jedoch Zeuge eines enormen Qualitätssprungs, den THE DARKNESS in puncto Songwriting vollzogen haben. Unter der Regie von Star-Producer Roy Thomas Baker (Rolling Stones, Ozzy, Cheap Trick, Foreigner, Queen) haben die Shooting-Stars ihr Repertoire um neue Klangfarben erweitert, exotische Instrumente und aufwändige Arrangements benutzt, um ihren Songs zusätzliche Tiefe zu verleihen. Typische Rocker wie die erste Single ´One Way Ticket´, ´Knockers´ oder ´Is it Just Me?´ wechseln gekonnt mit Balladen (´Seemed Like A Good Idea At The Time´, ´Blind Man´) und stilistischen Extravaganzen à la ´English Country Garden´ oder ´Hazel Eyes´ - und trotz dieser Vielfalt klingt die Scheibe wie aus einem Guss. Hier steht nicht der einzelne Song, sondern das Album als Ganzes im Vordergrund, und vor allem unter dem Kopfhörer bietet „One Way Ticket To Hell... And Back“ bei jedem Durchlauf tonnenweise neue Nuancen.
Schade nur, dass die Spielzeit ein wenig knapp bemessen ist. Oder sollte auch das zum Konzept des UK-Vierers gehören? Eine kurze Platte, die deshalb umso öfter gehört wird und sich dementsprechend schnell in die Gehörgänge frisst? Ein Schuft, der Böses dabei denkt. Aber bei dieser Band ist alles möglich. Und das ist gut so!


Thomas Kupfer 9.0

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