ReviewAlbum

Band
PARAGON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #216 
Titel
Revenge 
Note
8.0 

(59:30)
Obwohl PARAGON schon seit längerem zu den führenden und fleißigsten (neun Veröffentlichungen seit 1994) True-Metal-Acts der Republik zählen, ist den Mannen um Martin Christian (g.) der kommerzielle Durchbruch bis heute versagt geblieben. Logisch, dass die bodenständigen Hamburger auch auf ihrem achten Langeisen Experimente scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen zeigen PARAGON der Hartwurstgemeinde einmal mehr, wie Heavy Metal „made in Germany“ auch anno 2005 klingen sollte - klassisch, schnörkellos, ohne überflüssigen Bombast und mit freundlichen Grüßen von Accept, Priest, Grave Digger und Iron Savior. Einmal altes Eisen, immer altes Eisen.
Dabei decken die Hanseaten die komplette Bandbreite des Genres ab. Neben einer ganzen Latte flotter Tracks und der obligatorischen Ballade ´Empire Of The Lost´ gibt es mit ´Traitor´, ´Symphony Of Pain´ und ´Beyond The Veil´ gleich drei Midtempo-Stampfer in typischer PARAGON-Manier zu hören. Als eigentlicher Höhepunkt von „Revenge“ erweist sich aber das fast zehnminütige Breitwandepos ´Masters Of The Seas´, während sich an dem rauen, Chris-Boltendahl-artigen Organ von Fronter Andreas Babuschkin weiterhin die Geister scheiden werden. Allerdings konnte sich „Buschi“ gegenüber dem letzten Stahlträger „The Dark Legacy“ noch einmal um ein paar Prozentpunkte steigern, und dass die PARAGON-Version der Manowar-Hymne ´The Gods Made Heavy Metal´ besser klingt als das selten dämliche Original, ist ebenfalls sein Verdienst.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 8.0

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