ReviewAlbum

Band
MASTODON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #209 
Titel
Leviathan 
Erscheinungsjahr
2004 
Note
8.5 

(46:49)
Was haben Neurosis mit Thin Lizzy zu tun? Und wie passen diese beiden so grundverschiedenen Bands zu alten Helmet? MASTODON geben Antwort.
Die Amitruppe um Brann Dailor und Bill Kelliher (ex-Today-Is-The-Day) verknüpft auf ihrem zweiten Album alte Hardrockschule mit moderner Brutalität und Psychopathen-Alarm gekonnt, geschmackssicher und mitreißend. Von amerikanischen Hilfsschüler-Death-Metal-Kapellen, die sich „Metalcore“ auf ihre Basecaps gepinselt haben (und nicht merken, dass diese Genrebezeichnung bereits seit dem ´92er Pro-Pain-Debüt „Foul Taste Of Freedom“ innovativ wie Currywurst ist), grenzt sich der Ami-Vierer ganz bewusst ab, rüpelt schmutzige, stoisch immer wiederkehrende Riffs durch die Speaker und findet die richtige Balance aus Ehrwürdigem der Spätsiebziger/Frühachtziger und verzerrten Noise-Attacken. Völlig untypisch - aber typisch Relapse Records.
In den Staaten hat es die Truppe als Alternative zu den derzeitigen Marktschreier-Genres zu einigem Erfolg gebracht. Es würde mich nicht verwundern, wenn „Leviathan“ auch in Deutschland die Speisekarte von etlichen Toleranz-Metallern zieren würde.


Wolf-Rüdiger Mühlmann 8.5

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