ReviewAlbum

Band
PARAGON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #181 
Titel
Law Of The Blade 
Note
10.0 

„Tod durch Klammerbemerkungen!“ werden einige meiner Kollegen gnadenlos fordern, wenn sie dieses Review lesen. Doch mit Todesverachtung und blankem Stahl gehe ich grimmigen Blicks ans Werk: Mit „Steelbound“ haben uns die Hamburger bereits gezeigt, wo der Hammer hängt, aber mit „Law Of The Blade“ haben PARAGON einen stählernen Godzilla erschaffen, der die winselnden Legionen armseliger Nu-Metaller endlich in Grund und Boden stampft. Bereits beim kopfsockenzerfetzenden Opener ´Abducted´ zeigen die Nordlichter alle ihre Stärken: mitreißende Songs, eine mächtige Produktion mit fetten, bretternden Gitarren, flinke, technisch versierte Soli und die besten Chöre seit Accepts „Balls To The Wall“. Auch Sänger Andreas Babuschkin - bisher viel zu oft unter Wert gehandelt - straft mit seiner kraftvollen und gerade bei den langsameren Passagen auch sehr gefühlvollen Performance alle Kritiker Lügen.
Weitere Highlights findet man zuhauf: Der Midtempokracher ´Armies Of The Tyrants´ beispielsweise könnte der Feder des Donnergottes selbst entsprungen sein, und Songs wie ´Across The Wastelands´ oder ´Shadow World´ sind einzigartige Monumente schwermetallischer Kunst. Den Höhepunkt erreicht die Scheibe aber wohl mit dem Rausschmeißer ´Back To Glory´ und dem famosen Saxon-Cover ´To Hell And Back Again´, das das Original noch deutlich an Dynamik übertrifft. Trotz starker Alben von Wolf, Manowar oder Twisted Tower Dire ist „Law Of The Blade“ für mich bereits jetzt der heißeste Anwärter auf die Platte des Jahres und PARAGON für mich eine der besten deutschen Bands.
Zehn Punkte für ein Album, das eigentlich Judas Priest nach „Painkiller“ hätten schreiben müssen!


Bruder Cle 10.0

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