ReviewAlbum

Band
HELLOWEEN 
Kategorie
Album 
Heft
RH #181 
Titel
Treasure Chest (Triple-CD-Box) 
Erscheinungsjahr
2002 
Note

Keine Frage: HELLOWEEN sind zweifellos einer der wichtigsten Einflüsse für die heutige Power Metal-Szene. Nach fast 18 Jahren und neun Alben war es an der Zeit für eine umfassende Best-of. Wer allerdings so viele Songs im Laufe seiner Karriere zusammengeschraubt hat, dem reicht ´ne popelige Einfach-CD nicht aus: Angefangen mit Uralt-Kamellen aus den Anfangstagen wie ´Murderer´ von der ersten EP oder ´Ride The Sky´ und ´How Many Tears´ vom ersten Full-time-Opus „Walls Of Jericho“ mit Kai Hansen am Mikro bis hin zu aktueller Sangeskunst à la ´Mr. Torture´ oder ´Mirror Mirror´ beinhaltet dieses Schatzkästchen in Form eines Dreifach-Silberlings eigentlich alles, was der Kürbiskopf-Fan ins Herz geschlossen hat. So ist neben der Kai Hansen-Periode sowohl die Kiske-Phase wie auch die aktuelle Andi Deris-Ära ausgewogen und würdig vertreten. Ein perfekter Beleg für den immensen Bedeutungsgrad der Hamburger.
Besondere Bonbons sind die von Charlie Bauerfeind neu abgemischten ´Keeper Of The Seven Keys´ (endlich mit vernünftigem Sound), ´Starlight´ und ´Ride The Sky´. Und wenn es noch eines letzten Qualitätsbeweises bedurfte, um auch den letzten Meckerköppen das Maul zu stopfen: Diese Retrospektive kommt ohne einen einzigen Ausfall aus, und das können nun wahrlich nur wenige Bands für sich beanspruchen.
Auf der beiliegenden dritten Bonus-CD schließlich finden sich diverse B-Seiten und Coverversionen (u.a. die sehr gute Version von ´Eletric Eye´ von Judas Priest), die die Truppe im Laufe der Jahre eingetütet hat.
Für Neueinsteiger und Nichtkenner der Band (falls es die überhaupt gibt) ist „Treasure Chest“ ein absolutes Muss.


Frank Trojan

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