ReviewAlbum

Band
DOWN 
Kategorie
Album 
Titel
NOLA 
Erscheinungsjahr
1995 
Note

Bei DOWN handelt es sich um ein Projekt der ganz besonderen Art: Die Kumpels Keenan (C.O.C.), Windstein, Strange (Crowbar), Bower (EyeHateGod, Crowbar) und Anselmo (Pantera) stampfen das „NOLA“-Album (steht für New Orleans/Louisiana, die Heimatstadt des Fünfers) aus dem Boden und verdealen es für eine nette Stange Geld an die Major-Company, die auch Pantera unter Vertrag hat. Soviel zu der Hintergrundgeschichte der Band. Was dieses Album jedoch einzigartig macht, ist das unglaublich intensive und düstere Songmaterial, das die Herrschaften in locker ablaufenden Jam-Sessions zusammengetragen haben. „Den typischen New Orleans-Vibe“ habe man einfangen wollen, erklärte Anselmo in diversen Interviews, der das Joinnt-Venture mit seinen Kumpels nachweislich genossen und auf keinem der Pantera-Alben auch nur eine annährend so starke Gesangsleistung hingelegt hat. Entgegen gekommen ist ihm dabei natürlich auch der DOWN-Sound, der einer hochexplosiven Mischung aus Trouble/Sabbath-lastigem Doom Metal, Hardcore, Psychedelic und Southern Rock gleicht, aber bei all seiner Extremität genügend Raum für schlüssige Melodylines lässt.
„NOLA“ ist für mich eines der intensivsten Rockalben überhaupt, hier stimmt von der düsteren Aufmachung des Bookletts über die natürlich klingende Produktion bis hin zu den atmosphärischen Songs einfach alles. Zumal die Scheibe stilistisch ein enormes Spektrum abdeckt. Eine drogengeschwängerte Nummer wie ´Jail´ harmoniert prächtig mit der Power-Ballade ´Stone The Crow´oder einer Aggro-Attacke wie ´Lifer´, weil all diese Songs unglaublich authentisch und roh eingespielt worden sind. Ein Meisterwerk an Heaviness und mühsam unterdrückter Aggression, das dabei aber immer mit dem notwendigen Feeling und sogar einem kleinen Augenzwinkern versehen ist. Warum sonst wird bei den Credits auf das Wasserpfeifen-Solo in der Nummer ´Hail The Leaf´ verwiesen?


Thomas Kupfer

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