ReviewAlbum

Band
PARAGON 
Kategorie
Album 
Heft
RH #168 
Titel
Steelbound 
Note
9.5 

(48:13) Was für ein Hammer vor dem Herrn! Nach dem enttäuschenden letzten Running Wild-Album und dem personellen Ärger bei Grave Digger erhellt das mittlerweile vierte Werk der fünf Hamburger wie ein leuchtender Komet den verfinsterten deutschen True Metal-Himmel. Die elf gewaltigen Headbanger-Hymnen - allesamt stilistisch zwischen den besten Momenten von Grave Digger, Halford und den Priest-Sounds der Achtziger gelegen - ergeben für mich das bisher beste Album des Jahres. Allein schon der schnelle Opener 'Thunderstorm', der epische Titeltrack und das in mörderischem Groove vorgetragene 'Death Squad' pressen jedem Headbanger die Luft aus den Lungenflügeln und werden vielen, die bisher mit PARAGON nichts anfangen konnten, die Augen weit, weit öffnen. Die packenden Refrains, die geilen Riffs, der Bombensound und sogar das geile Cover lassen mich vor Begeisterung erschaudern. Hier ist einfach alles gelungen! Kein einziger Ausfall hat sich unter die gradlinigen, schnörkellosen Edelmetall-Stücke verirrt, sogar die Ballade 'Immortal' ist ein echter Hammer geworden. Auch nach mittlerweile unzähligen Durchläufen treten keinerlei Abnutzungserscheinungen auf, und ich denke, es ist nicht übertrieben, wenn ich "Steelbound" schon jetzt in die Reihe großer deutscher Metalklassiker einreihe. (Doch, ist es, und zwar nicht zu knapp! Schon mal 'ne wirklich überragende Heavy Metal-Platte gehört, Kollege? - mr). Nur aus reiner Ehrfurcht vor Alben wie Accepts "Restless & Wild" zücke ich nicht die Höchstnote. Wer auch nur einen Funken traditionellen Metal im Blut hat, rennt sofort in den nächsten Laden und holt sich dieses Hammerteil. Gibt's übrigens auch als limitierte Picture-Disc. Amen!


Bruder Cle 9.5

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