ReviewAlbum

Band
TARASQUE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #374 
Titel
Innen aussen 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
7.5 

Wooaaargh/Soulfood (27:01)
Es steckt eine bewundernswerte Seelenruhe darin, mit aller gebotenen Sorgfalt fünf sperrige Brocken dieses Kalibers als Debütalbum zu veröffentlichen, wissend, dass sie nach Abzug aller Kosten kaum länger als wenige Tage die Brötchen bezahlen können. Das Trio aus Münster steht trotz deutschsprachiger Shouts schließlich nicht in der jungen Tradition von Callejon oder vergleichbaren Turnschuhträgern, sondern steckt stattdessen halstief in dem Sumpf, aus dem die Monster des Sludge und des scharfkantigen Noiserock kriechen. Sogar Steve Albini hätte diese Platte durchgehen lassen. Dabei ist es für Momente so, als ob sich Crowbar, Shellac und La Dispute mit den dunkelsten Momenten von Such A Surge paaren, hätten diese niemals Turnschuhe getragen und sich ausschließlich mit Agoraphobie beschäftigt. TARASQUE beschäftigen sich mit der schmerzhaften Diskrepanz von Seelenschwärze und Alltagsmaske, unter anderem, und deuten dabei an, was da noch alles kommen mag. Denn wenn man diesem Debüt überhaupt etwas ankreiden kann, dann eine gewisse Gleichförmigkeit und Berechenbarkeit innerhalb des gesteckten Rahmens.


Oliver Uschmann 7.5

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