ReviewAlbum

Band
MELIAH RAGE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #374 
Titel
Idol Hands 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
7.5 

Metal On Metal/Rough Trade (41:00)
Abseits des großen Erfolgs (ihre ersten Scheiben erschienen zumindest auf einem Majorlabel) ziehen MELIAH RAGE seit Jahrzehnten ihr Ding durch. Dabei bewegen sich die Ostküstler in diesem Jahrtausend weniger im Speed-Metal-Bereich der Anfangszeit, sondern eher an der Trennlinie von Thrash- und Power Metal. Mit ihrem neunten Studioalbum setzen sie den eingeschlagenen Weg gekonnt und konsequent mit einer gehörigen Portion Weltschmerz fort, und im Vergleich zu den Vorgängeralben kann man mit einem noch druckvolleren Klang aufwarten. Obwohl die Songs in unterschiedlichen Studios eingespielt wurden, bietet die Scheibe einen homogenen Sound. Herausgekommen ist das wohl stärkste Album der Truppe seit Jahren. Nun wäre es mal wieder an der Zeit für einen Festival-Auftritt in Deutschland, bei dem Nummern wie ´Absolute Power´ und ´Sentenced To Life´ nicht fehlen sollten!


4 Fragen an MELIAH RAGE-Gitarrist Anthony Nichols:

Anthony, ihr seid nun mit eurem neunten Album am Start. Was gibt dir die Motivation, ständig am Ball zu bleiben?

»Es macht ganz einfach Freunde, Songs zu schreiben und Alben aufzunehmen. Wir machen das in erster Linie für uns selbst, und wenn es den Fans gefällt und die Nachfrage da ist, umso besser. Mit dem neuen Album haben wir uns zudem vorgenommen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dafür haben wir uns bei allen Aspekten vom Sound über die Arrangements bis zum Cover Zeit genommen, bis uns das Ergebnis gut genug erschien.«

Nahezu zeitgleich zum neuen Album findet auch die Wiederveröffentlichung von „Dead To The World“ statt. Wie kam es dazu?

»Es fing damit an, dass Pete Rutcho, der „Idol Hands“ produzierte, vor Jahren einen Remix von „Barely Human“ für eine Vinyl-Veröffentlichung gemacht hatte. Das hat er so klasse hingekriegt, dass wir die Idee hatten, auch einige der anderen alten Scheiben von ihm überarbeiten zu lassen. Und unser Label unterstützte die Idee einer Neuveröffentlichung des ausverkauften Albums. Die Bonusnummern stammen vom Bandprojekt Cactus Land, das ich mit Sänger Paul Souza und Gitarrist Jim Koury in den Neunzigern hatte.«

Das neue Album wurde in verschiedenen Studios aufgenommen. Was ist der Grund dafür?

»Der Hauptgrund ist, dass die Bandmitglieder und auch unser Produzent weit verstreut über vier Bundesstaaten leben. Jeder konnte so individuell arbeiten und das Studio wählen, das ihm am besten passte.«

Euer Stil ist schwer zu beschreiben. Ist es mehr Thrash- oder Power Metal?

»Das werden wir immer wieder gefragt. Ich würde es nicht unbedingt als Thrash Metal bezeichnen, sondern eher als schnellen, direkten Power Metal. Wir machen uns darüber auch keine Gedanken. Es kommt einfach so heraus, und dass sich der Stil über die Jahre etwas verändert hat, ist ganz normal.«


Wolfram Küper 7.5

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