ReviewAlbum

Band
DIMMU BORGIR 
Kategorie
Album 
Heft
RH #372 
Titel
Eonian 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (54:20)
DIMMU BORGIR haben sich schon lange Jahre sämtlicher Genrefesseln entledigt, ihre eigene Schublade erschaffen und dort nach wie vor nicht das Ende der kreativen Fahnenstange erreicht. Nur weil 90 Prozent der - nennen wir es ruhig mal so, irgendwie muss man das Zeug ja dann doch eintüten - Symphonic-Black-Metal-Bands in erster Linie Durchschnitt oder komplette Scheiße abliefern, kann man DIMMU BORGIR nicht automatisch an den Karren pinkeln. Im Gegenteil: „Eonian“ baut den Vorsprung der Norweger vor ihren Epigonen nochmals aus. Das Rezept dafür ist eine beeindruckende Gratwanderung. Auf der einen Seite stehen der imposante Pomp, bei dem besonders die Chöre absolute Großartigkeiten abliefern (´Interdimensional Summit´, ´Alpha Aeon Omega´) und Frontmann Shagrath immer häufiger zum Statisten machen, sowie die Progressivität der Kompositionen, auf der anderen - nein, das ist jetzt kein Widerspruch - die Nachvollziehbarkeit der Songs und das nur selten in dem ganzen Bombast untergehende Gespür für Catchiness und gelegentlich sogar - ja, tatsächlich - ziemlich geile Black-Metal-Riffs (´Ætheric´, ´The Empyrean Phoenix´). In der Theorie liest sich das wie der Versuch, sämtliche Fanschichten auf einmal anzusprechen. In der Praxis ist´s einfach ´ne geile Platte.


Jan Jaedike 8.0

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