ReviewAlbum

Band
SHADOWKEEP 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
ShadowKeep 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.0 

Pure Steel/Soulfood (55:01)
Zum Jahrtausendwechsel schossen SHADOWKEEP wie ein Komet in den Metal-Himmel und begeisterten mit ihrer eigenproduzierten EP sowie den beiden anschließenden Alben mit traditionellem, leicht proggigem Metal, der vor allem randvoll mit fulminanten Gitarrenduellen war. Doch das 2008er Album „The Hourglass Effect“ ließ viel zu lange auf sich warten und verschwand dann sogar unter dem Radar, da es bei einem winzigen Label erschien, das kurz nach Veröffentlichung den Betrieb einstellte. Mittlerweile sind SHADOWKEEP also volljährig und gehen auf Album Nummer vier rauer als zuvor zur Sache und nutzen mehr Stakkato beim Riffing. Den größten Unterschied macht allerdings der Zugang von Helstar-Sänger James Rivera. Allerdings im Gegensatz zum 2012er Malice-Comeback-Album „New Breed Of Godz“, dem er mit seiner markanten Stimme zu sehr den Stempel aufdrückte, sodass die Platte nicht mehr nach Malice klang, fügt er sich auf „ShadowKeep“ gut ins Bild ein, sodass der Neubeginn von SHADOWKEEP gelungen ist.
3 Fragen an die SHADOWKEEP-Gitarristen Nikki Robson und Chris Allen:

Nikki, Chris, warum sind seit eurem letzten Album „The Hourglass Effect“ fast zehn Jahre vergangen?

»Wir hatten Geldprobleme, da Chris und ich die Band zum Großteil finanzieren. „The Hourglass Effect“ bescherte uns enorme Schulden, denn obwohl es ein sehr gutes Album war, waren die Verkaufszahlen verdammt schwach. Die Musik für unser neues Album war eigentlich mit Ausnahme des Tracks ´Never Forgotten´ schon im September 2015 fertiggestellt. Es dauerte jedoch mehr als ein Jahr, bis James mit Hilfe seines Helstar-Kollegen Larry Barragan in Houston begann, seinen Gesang aufzunehmen. James war verständlicherweise sehr beschäftigt mit Helstar, denn das „Vampiro“-Album entstand in dieser Zeit, und er tourte anschließend für das Album.«

Inwiefern hatte die verstrichene Zeit auf die Musik von SHADOWKEEP Einfluss?

»Wir begannen verstärkt, wieder Bands zu hören, die zu unseren frühen Einflüssen zählten. Darunter befinden sich sehr viele Speed-Metal- und Thrash-Bands aus den Achtzigern, zu denen beispielsweise Flotsam And Jetsam, Testament, Death Angel, Helstar, Agent Steel, Liege Lord, Artillery, Heathen, Sanctuary, Slayer, Exodus und frühe Solitude Aternus gehören - um nur ein paar zu nennen. Wir haben Thrash- und Speed Metal immer geliebt und dachten, dass wir unser Album härter, düsterer und aggressiver gestalten sollten.«

Warum habt ihr James Rivera als neuen Sänger von SHADOWKEEP ausgesucht?

»Er ist einer der respektiertesten Sänger im Metal und passt perfekt zu unserem Stil, vor allem beim neuen Album. Er ist das, wonach wir in all den Jahren gesucht haben. Wir kennen James schon seit einer langen Zeit und sind seit etwa 30 Jahren Fans von Helstar. Wir haben das neue Album einfach nur „ShadowKeep“ genannt, weil es für uns einen Neuanfang darstellt, was zum Teil daran liegt, dass wir James in der Band haben. Er bringt Elemente mit, die zuvor nicht da waren, die wir aber gebraucht hätten und jetzt haben.«


Stefan Glas 8.0

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