ReviewAlbum

Band
TEMPLE BALLS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
Traded Dreams 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.0 

Ranka Kustannus/Soulfood (41:28)
Oulu hat mit Karpät nicht nur ein Eishockey-Team der europäischen Spitzenklasse zu bieten, die nordfinnische Stadt verfügt auch über eine extrem vitale Metalszene. In Oulu ist Metal die musikalische Leitkultur - das kann man ohne Übertreibung behaupten. Es ist also höchste Zeit, dass sich diese Hegemonie auch im Entstehen wettbewerbsfähiger Nachwuchsbands widerspiegelt. Enter: TEMPLE BALLS. Als die fünf Finnen 2009 zusammenfanden, waren sie im Durchschnitt gerade mal 14 Jahre alt. Dafür klingen die zehn von Tobias Lindell (u.a. Europe und H.E.A.T) produzierten Songs bereits verdammt ausgereift. Was nicht heißen soll, dass die TEMPLE BALLS nur abgeklärt ihren Stiefel runterspielen. Stücke wie ´Off The Grid´, ´Freak Flag´ oder ´Mad´ sprühen vor jugendlicher Dynamik.               Leider haben TEMPLE BALLS während ihrer Adoleszenz allerdings ein wenig zu viel schlechten Hair Metal gehört - die Feuerzeug-Ballade ´Under My Feet´ kommt Aerosmith während ihrer fürchterlichen MTV-Phase Mitte der Achtziger verdammt nahe. Wesentlich eigenständiger und besser klingt dagegen die hart rockende Party-Hymne ´We Stand Tall´. Wer der Meinung ist, dass Mötley Crües „Girls, Girls, Girls“ ein tolles Album war, der wird sich auch an „Traded Dreams“ erfreuen können.     


Matthias Mader 7.0

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