ReviewAlbum

Band
INFERNAL MAJESTY 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
No God 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

High Roller/Soulfood (61:32)
Rüstige Extrem-Metaller wie Fenriz oder andere, die ebenfalls auf die Gnade der frühen Geburt verweisen dürfen, bekommen beim Hinweis auf das INFERNÄL MÄJESTY-Debüt „None Shall Defy“ Schnappatmung und stoßen gerne mal schwärmerische Früher-war-alles-besser-Diskussionen an, während die U-50-Fraktion die bisher veröffentlichten Studioalben der kanadischen Underground-Legende meist mit einem eher unwissenden Schulterzucken kommentiert. Vor diesem Hintergrund gerät der pünktlich zum 30-jährigen Bandjubiläum veröffentlichte vierte Longplayer endgültig zum Lackmustest, der zeigen wird, ob das überschaubare Arbeitspensum der Truppe dazu angetan ist, neue Hörerschichten zu erschließen oder eben nicht. Um es vorwegzunehmen: INFERNÄL MÄJESTY dürfte das eh scheißegal sein, wofür man nicht mal das Interview dieser Ausgabe lesen sollte, sondern sich nur „No God“, das sich - wie immer - einen Dreck um aktuelle Trends schert und garstig vor sich hinschrotet, zu Gemüte führen muss. Perfektes Futter für Leute, denen Slayer inzwischen zu berechnend klingen.


Thomas Kupfer 8.0

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