ReviewAlbum

Band
HYPNOS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
The Whitecrow 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.5 

Einheit/Soulfood (49:48)
Die Tschechen HYPNOS haben sich über die Jahre hinweg stets weiterentwickelt und jeden Stillstand vermieden. „The Whitecrow“ dürfte das mit Abstand abwechslungsreichste und düsterste Album des Quartetts sein. Nach einem fast zweiminütigen Akustikgitarren-Intro wirkt der Opener und Titelsong sehr sperrig und verschachtelt, wenngleich auch anziehend. Das sich anschließende ´One Flesh, One Blood´ kommt auch nicht viel eingängiger daher, HYPNOS verzichten weitgehend auf Brutal-Death-Metal-Attacken und schlängeln sich vielmehr progressiv-düster durch ihr von Børge Finstad (Mayhem, Ihsahn, Arcturus) exzellent produziertes Material. Mayhem sind ein gutes Stichwort, denn HYPNOS kommen auf „The Whitecrow“ eher wie eine progressiv anmutende Black-Metal-Kapelle daher und setzen auf Atmosphäre und Dynamik. Es bedarf einiger Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich auf diese dunklen Epen einzulassen, als weiteren Querverweis könnte man Mörk Gryning oder sogar Enslaved angeben. Ist das jetzt die Abkehr vom eigentlichen Bandsound? Ja, durchaus, aber es ist bisweilen extrem spannend, wenn eine so talentierte Band wie HYPNOS eine neue Tür aufstößt.


Patrick Schmidt 7.5

AMAZONEMPFEHLUNG