ReviewAlbum

Band
GRUMPYNATORS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
City Of Sin 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Mighty/Soulfood (43:23)
Mit ihrem Debüt hatten sich die dänischen Punkabilly-Rocker um die Oelund-Brüder als rohere Volbeat-Alternative (weniger Metallica, mehr Social Distortion) empfohlen. Weiteren Vergleichen mit den Megasellern aus der Nachbarschaft gehen die GRUMPYNATORS auf ihrem zweiten Album nicht gerade aus dem Weg. Volbeat-Gitarrist Rob Caggiano spielt ein Gastsolo, und zu allem Überfluss teilt man sich auch noch den Coverzeichner. Wenn man „City Of Sin“ oberflächlich betrachtet, kann man die GRUMPYNATORS also schnell als Volbeat-Klon abtun, wird den Qualitäten der Band allerdings nicht gerecht. Zusammen mit den Produzenten Jakob Grundel und Jacob Hansen legt das Quartett einen hochkonzentrierten Nachfolger vor, der etwas geschliffener und professioneller als das Debüt klingt, dafür aber auch zwölf gute Songs ohne Ausfälle präsentiert. Das temporeiche ´Tears Of Whiskey´ lädt gleich zum Mitshouten ein, mit ´Hotel 2nd Age´ und ´Take The Last Dance With Me´ gelingt ein heftiges Auftakt-Triple. Im Anschluss dominiert gepflegte Abwechslung mit feinen Refrains, offenen Punk´n´Roll-Akkorden und auch ein paar romantischen Momenten (´Fame´) für die tätowierten Ladies, ohne die im Schmalztollen-Hardrock nichts zu reißen ist. Vollkommen logisch, dass die Vergleiche mit Volbeat oder Social D. immer wieder aufpoppen, aber letztlich zählt, ob die Songs zünden oder nicht. Die GRUMPYNATORS geben immer wieder Vollgas, und es würde mich wenig wundern, wenn die Vintage-Car-Community ihre chromblitzenden Ami-Schlitten demnächst zu Titeln wie ´St. Elvis Day´, ´City Of Sin´ oder ´Pretty Little Devil´ vorfährt.


Holger Stratmann 8.0

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