ReviewAlbum

Band
FIRESPAWN 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
The Reprobate 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

PLUS-MINUS
Century Media/Sony (40:53)
„Shadow Realms“, das Debüt der schwedischen Death-Metal-Supergroup FIRESPAWN, war ein erstklassiges, sehr abwechslungsreiches Todesblei-Werk, welches hier und da aber auch Kritik erntete. Insbesondere der extrem tiefer gelegte Brüllgesang von L.G. Petrov (Entombed A.D.) kam nicht überall gleich gut an. Für den Schreiber dieser Zeilen unverständlich, denn diabolischer hat Petrov selten geklungen. „The Reprobate“ führt den auf „Shadow Realms“ eingeschlagenen Weg konsequent fort und ist ein technisch herausragendes Death-Metal-Album geworden, das erneut stilvoll die schwedische Schule mit der nordamerikanischen verbindet. Songs wie ´Full Of Hate´ oder ´Nightwalkers´ sind einerseits höllisch brutal, mit Deicide/Morbid-Angel-Referenzen und genialen Blasts versehen, andererseits aber auch sehr melodisch und verspielt. Diese Mischung aus Brutalität, Anspruch und Melodie zeichnet FIRESPAWN aus; kein Wunder, wenn man exzellente Musiker wie Fredrik Folkare (Unleashed) und Matte Modin (Defleshed) in seinen Reihen hat, die jedem Song das gewisse Etwas verleihen. Mag das Gebelle von Petrov auch diesmal wieder für Diskussionen sorgen, es passt einfach perfekt zu fiesem Anspruchsgeballer der Kategorie ´Generals Creed´ oder ´A Patient Wolf´. Wer seinen Death Metal brutal und gleichzeitig anspruchsvoll mag, kommt an „The Reprobate“ nicht vorbei. Fett!
Patrick Schmidt
8,5  

Man weiß nicht so recht, was den Sänger zu diesem Projekt motiviert, das sich musikalisch im Grunde mit Entombed (A.D. oder nicht) deckt. Klar kann man „amerikanische“ Einflüsse hineinlesen, aber diese ändern nichts daran, dass FIRESPAWN nicht mehr als gehobenen Durchschnitt bieten - das Mindeste, was man von Szene-Veteranen wie den Instrumentalisten erwarten darf, aber zu wenig, um nachhaltig Aufsehen zu erregen. Mal Hand aufs Herz: Hätte sich beim Label irgendjemand brennend für die Band interessiert, wenn die Mitglieder nicht schon bekannt gewesen wären? Gerade im Moment gibt es sehr viele Alternativen im Death Metal, und auch wenn man sich mit „The Reprobate“ kein Ei ins Nest legt, würde es eine andere Scheibe genauso tun. Lieber mal auf die Hauptband konzentrieren, Mr. Petrov, denn die ist ebenfalls beileibe keine Macht mehr.
Andreas Schiffmann
6


Patrick Schmidt und Andreas Schiffmann 8.5

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