ReviewAlbum

Band
DARKE COMPLEX 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
Point Oblivion 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.0 

Spinefarm/Universal (38:43)
Der Bandname ist irreführend, denn „Point Oblivion“ ist weder dunkel noch komplex. Der Stil von DARKE COMPLEX speist sich, ähnlich wie bei den Drum´n´Bass-Industrial-Punk-Metal-Pop-Pionieren Pitchshifter (die späte, in einem Wort geschriebene Version), aus dicken Riffs, viel Groove, einer tragenden Rolle der Elektronik und einprägsamen Melodien. Jedoch erreichen die Stücke weder die kompositorische Dichte noch den aufrührerischen Vibe der Engländer, sodass an die Stelle von Rotz und Biss glattgebügelte Linkin-Park-Gemütlichkeit tritt. Zwar lassen die Gesangslinien mit ihrem offensiven, doch nicht unangenehmen Pop-Appeal immer wieder aufhorchen, die HipHop-Passagen dagegen wirken ebenso erzwungen wie manche hineingeklemmte Soundspielerei. Wem gut gemachter Breitwand-Gitarren-Pop mit Abzügen in der B-Note reicht, der macht mit diesem Album nichts falsch, die Stil-Blaupause bleibt auch 15 Jahre nach ihrem letzen Album („PSI“) unerreicht.


Hendrik Lukas 7.0

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