ReviewAlbum

Band
CRAZY LIXX 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
Ruff Justice 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.5 

Frontiers/Soulfood (45:10)
Da ist doch was faul im Staate Dänema..., ähem, Schweden: Sister klingen auf ihrem aktuellen Album ein wenig nach H.E.A.T, der jüngste Output von Confess dafür nicht mehr wie die älteren Sister-Records, sondern verdächtig nach den letzten Scheiben von CRAZY LIXX, während ebenjene neuerdings offensichtlich Crashdiet (von denen man ja seit einiger Zeit sowieso nicht mehr viel hört) als musikalische Vorbilder für sich entdeckt haben. Absicht, Zufall oder einfach nur falsch beschriftete und deswegen vertauschte Mastertapes? Man weiß es nicht, ist aber letzten Endes auch egal. Bäumchen-wechsel-dich-Spiel hin, Identitätskrise der schwedischen Sleaze-Szene her: „Ruff Justice“, das insgesamt bereits fünfte abendfüllende Studioalbum der Malmö-Combo um Frontmann Danny Rexon, der als einziges Gründungsmitglied seit den Anfangstagen des Fünfers ununterbrochen an Bord ist, ist den Burschen mal wieder überaus gut geraten. Ein Händchen für Ohrwürmer hatte die Truppe schon immer, und daran ändert sich auch 2017 und trotz einer Titelliste, die beim geneigten Hörer für das eine oder andere Déjà-vu (u.a. im Programm: ´Wild Child´, ´Snakes In Paradise´, ´Kiss Of Judas´) sorgen dürfte, nichts. CRAZY LIXX dürfen sich nach wie vor zur Speerspitze der langsam bröckelnden Schweden-Sleaze-Bewegung zählen.


Jens Peters 7.5

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