ReviewAlbum

Band
CLOVEN HOOF 
Kategorie
Album 
Heft
RH #360 
Titel
Who Mourns For The Morning Star 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

High Roller/Soulfood (44:44)
CLOVEN HOOF als „normal“ funktionierende Band zu verstehen, war noch nie die vernünftigste Herangehensweise, und obwohl der Release des letzten Albums „Resist Or Serve“ keine drei Jahre zurückliegt, hat Basser Lee Payne, die einzige personelle Konstante dieses UK-Acts, der mit der 1982er EP „The Opening Ritüal“ und dem 1984er Full-length-Debüt „Cloven Hoof“ zwei NWOBHM-Klassiker in der Vita stehen hat, mal wieder das komplette Line-up ausgetauscht, also auch den 2014 hochgelobten Frontmann Joe Whelan. Für den singt jetzt Aska/Emerald-Stimme George Call, was durchaus passt, denn am englischsten sind auf „Who Mourns For The Morning Star“ tatsächlich die Maiden- und Dickinson-solo-Anleihen in den epischeren Momenten (´Morning Star´, der tolle Rauswerfer ´Bannockburn´), während der Rest genau wie die (allerdings tendenziell speedigeren) Endachtziger-Schoten „Dominator“ und „A Sultan´s Ransom“ (Tipp!) eher gen US-Metal schielt, mal ´ne leichte Dio-Schlagseite hat (´Neon Angels´), meistens aber schlicht und einfach als Power Metal im klassischen Sinne durchgeht (´Star Rider´, ´Song Of Orpheus´, ´Time To Burn´ mit seinem deutlichen Riot-Touch). Die von Payne selbst gerne angebrachte „Progressivität“ von CLOVEN HOOF ist hier nicht federführend, das kann man aber auch beklatschen: „Who Mourns For The Morning Star“ stellt mit seinem konzentrierten No-bollocks-Songwriting letzten Endes die stärkste Hoof-Veröffentlichung seit 28 Jahren dar!


Boris Kaiser 8.0

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