ReviewAlbum

Band
WRETCH 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
The Hunt 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Pure Steel/Soulfood (41:26)
Gratulation: Mit ihrem dritten richtigen Album „The Hunt“ schaffen es WRETCH endgültig, sich als US-Power-Metal-Band zu etablieren und aus dem großen Schatten der anderen Veteranenbands aus Cleveland zu treten. Dazu trägt neben dem erneut starken Songmaterial, das ihr Label nicht ganz zutreffend als „Power/Thrash“ bezeichnet, auch der neue Sänger Juan Ricardo (früher Ritual und Dark Arena) bei. Auffällig, dass das Quintett diesmal verstärkt die Akustikgitarre einsetzt und erstmals eine Ballade am Start hat, was auch für mehr Abwechslung sorgt. Und überraschenderweise ist diese als Schlussnummer (´She Waits´) auch eines der Highlights des Albums, das das Label - diesmal passend - Fans von Iced Earth, Primal Fear, Helloween und Iron Maiden ans Herz legt. Für Genrefreunde bereits eines der Highlights des Jahres!
3 Fragen an WRETCH-Gitarrist Nick Giannakos:
 
Nick, mit Juan habt ihr einen neuen Sänger. Wie kam es dazu?

»Als wir die Aufnahmen zum neuen Album starteten, war noch unser alter Sänger Ron Emig dabei. Er hatte aber Probleme und zog sich zurück. Ich habe dann rasch Juan Ricardo kontaktet, und er war bereit.«

Euer Label bezeichnet euch als Power/Thrash-Band. Stimmst du damit überein?

»Ich denke, „The Hunt“ ist ein klassisches Power-Metal-Album und weniger experimentell als der Vorgänger. Ich würde sogar sagen, dass wir diesmal etwas mehr Wert auf die Melodien gelegt haben. Mein Songwriting entwickelt sich immer mehr zum reinen Power Metal hin, nicht zuletzt, da ich mehr Power Metal als Thrash Metal höre.«

Erstmals gibt´s auch eine Ballade von euch zu hören, und die Akustikgitarre steht mehr im Vordergrund. Wie kam es zu der Entwicklung?

»Mike und ich lieben den Einsatz von Akustikgitarren. Und diesmal haben wir sie gezielter eingesetzt - auch vor dem Hintergrund, dass ich zwei Jahre klassische Gitarre studiert habe und schon immer eine Schwäche für akustische Gitarren hatte. Nun war es an der Zeit, diese Einflüsse beim Songwriting miteinzubeziehen. Die Ballade habe ich schon vor langer Zeit geschrieben, und eigentlich war sie gar nicht für das Album vorgesehen. Da aber Platz war, haben wir die Nummer ans Ende der Scheibe gesetzt.« (wk)


Wolfram Küper 8.0

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