ReviewAlbum

Band
CJ RAMONE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
American Beauty 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Fat Wreck/Edel (33:20)
Nach dem Ableben sämtlicher Ur-Ramones bleibt es im Kern den Späteinsteigern Marky sowie CJ RAMONE vorbehalten, das Erbe der New Yorker Steinzeit-Punks zu verwalten. Marky hat seine Autobiografie geschrieben und lässt sich hier und da auf Tour blicken. Was den Tonträger-Output angeht, ist CJ indes weitaus rühriger: „American Beauty“ ist bereits das dritte vollständige Soloalbum von ihm. Zwölf Stücke in gut 33 Minuten, das bedeutet, in guter alter RAMONES-Tradition, im Falle von „American Beauty“ „vollständig“. Das dreckige Dutzend Songs verkörpert die ultimative RAMONES-Ersatzdroge, hart an der Grenze zur Selbstpersiflage, aber wen kümmert das in diesem speziellen Falle schon? Pogo-Alarm im Gewand von ´Let´s Go´, ´Yeah Yeah Yeah´ oder dem schönen ´Girlfriend In A Graveyard´ (Hit!). Der Geist von 1976 geht um. (Okay, ein oder zwei nichtssagende Rock-Nummern mit gruseligem U2-Feel sind auch dabei.) Nicht unwesentlich zum Gelingen des Albums tragen die beiden Adolescents-Recken Steve Soto und Dan Root bei (deren „Brats In Battalions“ eigentlich auch mal wieder Rotationszeit auf dem Plattenteller verdient hätte).


Matthias Mader 8.0

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