ReviewAlbum

Band
MOONLOOP 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
Devocean 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.0 

Listenable/Edel (59:27)
Da kann man die Wörterbücher noch so wälzen, den Bands gehen allmählich die Namen aus. Was zum Teufel soll denn ein „Moonloop“ sein? Abgesehen von dem beknackten Namen macht das Quartett aus Barcelona vieles richtig. Die Musikszene dieser Stadt hat ja unter Kennern einen exzellenten Ruf, bislang fehlte es allerdings an Platten, die in der Metalszene zählen. Mit „Devocean“ erscheint jetzt ein Album, das man zumindest in Prog-Death-Zirkeln zur Kenntnis nehmen wird, mit etwas Glück genauso wie die Frühwerke von Gojira und Opeth. Dass der Weg zum Ruhm zäh und langwierig ist, dieses Lied können die Åkerfeldts und Duplantiers zur Genüge singen, aber es ist sicher kein Zufall, dass MOONLOOP sich ausgerechnet hier bedienen. Musikalisch spielt die Band auf einem sehr guten Niveau, vor allem das Schlagzeug rattert unaufhörlich im Könner-Modus durch die acht Tracks, und die satte Produktion verleiht dem Material Biss und Glanz. Selbstverständlich werden die Takte stellenweise wie in der Meshuggah-Schule aneinandergeklebt. So beeindruckend das auch ist, auf Dauer ermüdet es ein wenig. Wenn Melodien und Eingängigkeit ins Spiel kommen wie in ´Oceans´ (Gojira, ick hör dir trapsen...), geht hingegen gleich die Sonne auf. MOONLOOP sind große Talente, die Math-Metaller jetzt schon ins Blickfeld nehmen können.


Holger Stratmann 7.0

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