ReviewAlbum

Band
DEEP PURPLE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
inFinite 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Earmusic/Edel (45:44)
Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Ian Gillan und Roger Glover mittlerweile 71 Jahre alt sind und selbst Bandküken Steve Morse letzten Juli seinen 62. Geburtstag feierte, kann man nur staunen über die geistige wie körperliche Frische, mit der DEEP PURPLE nach fünf Dekaden immer noch ebenso originelle wie anspruchsvolle Musik aus dem Hut zaubern. Ein so bissfestes, vielseitiges Album wie „inFinite“ bekommt heutzutage keine einzige andere Band aus der Ursuppe des Hardrock mehr auf die Kette - und die meisten jüngeren Acts auch nicht. Bereits im harten Opener ´Time For Bedlam´ mit seinem sakralen Sci-Fi-Touch brennt das Quintett ein Ideen-Feuerwerk ab, das bei anderen Acts für einen kompletten Longplayer reichen würde, im von grandiosen Gitarren- und Keyboard-Leads gekrönten Breitwandepos ´All I Got Is You´ jagt ebenfalls ein Musenkuss den nächsten, und die verschachtelten, atmosphärischen Wunderwerke ´The Surprising´ und ´Birds Of Prey´ brennen dem Hörer eine Dauergänsehaut auf den Pelz. Aber auch wenn die Filigrantechniker wie in ´Hip Boots´ oder ´One Night In Vegas´ vergleichsweise schnörkellos drauflosgrooven, verbreiten sie eine einzigartige Magie, die selbst nach 19 überwiegend ähnlich famosen Studiowerken nichts von ihrem mitreißenden Charme verloren hat. Jedes Riff ist handverlesen, jeder Beat elektrisierend, fast jede Gesangslinie eine Ohrenweide - live long and prosper, Purple!


Michael Rensen 8.5

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