ReviewAlbum

Band
ART OF ANARCHY 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
The Madness 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Century Media/Sony (36:29)
Dass Creed-Goldkehlchen Scott Stapp den Ende 2015 verstorbenen Scott Weiland (Stone Temple Pilots, Velvet Revolver) bei ART OF ANARCHY hinterm Mikro ersetzt hat, war mir neu. Deshalb war ich anfangs auch am Rätseln, ob da wirklich der Exzentriker aus Orlando oder einer seiner „Jünger“ singt, zumal sich das zweite AOA-Album - vervollständigt wird die „Supergroup“ von den Zwillingen Jon & Vince Votta (g. & dr.), Disturbed-Bassist John Moyer sowie Ex-Guns-N´-Roses-Klampfer Ron „Bumblefoot“ Thal - musikalisch doch deutlich von den Pathos-Rockern aus Florida unterscheidet. Okay, bei der wunderbaren kitschigen Schmonzette ´Changed Man´ drückt Scott ordentlich Creed-like auf die Tränendrüse, aber ansonsten passt sich das Enfant terrible mit seiner charismatischen Stimme dem modernen Rocksound seiner Kollegen weitgehend an. Das tut eingängigen, radiokompatiblen Midtempo-Nummern wie ´No Surrender´, dem Titeltrack und ´Won´t Let You Down´ oder der zweiten Halbballade ´Somber´ auch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit „The Madness“ wetzt das illustre Quintett die Scharte in Gestalt des lustlosen, selbstbetitelten 2015er Debüts locker wieder aus.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 8.5

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