ReviewDynamit

Band
MANTAR 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #376 
Titel
The Modern Art Of Setting Ablaze 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (47:46)
Nach ihrem „Death By Burning“-Debüt auf dem kleinen, aber feinen finnischen Svart-Label und dem merklichen Nuclear-Blast-Schritt mit dem zweiten Album „Ode To The Flame“ inklusive eines nachhaltigen Underground-Hits (´Era Borealis´), den ich bis heute nicht aus dem Ohr bekommen habe, hatten es die (allerdings nicht mehr zu Hause wohnenden) Bremer Stadtmusikanten MANTAR beim Schreiben und Aufnehmen von Platte Nummer drei nicht leicht: Das mit dem „Hype“ ist ja immer so ´ne Sache, der ist schließlich schneller vorbei, als man gucken kann, und die Erwartungen werden trotzdem nicht geringer, im Gegenteil, manchmal beklatschen die Leute ja insgeheim eher ´nen schwächeren Dreher, dann können sie sich endlich guten Gewissens ´ner neuen Sau zuwenden. Sämtliche „Marktmechanismen“, letzten Endes auch nur Spiegelbild einer völlig verunsicherten Gesellschaft, was im Übrigen auch von MANTAR thematisiert wird, außer Acht gelassen, offeriert „The Modern Art Of Setting Ablaze“ nur wenig Raum für Kritik: Hanno und Erinç, nach wie vor als Duo ohne Basser unterwegs, weisen mit ihrer Sludge/Doom/Black-Metal-Mixtur weite Teile der Konkurrenz in Sachen Energie und vor allem Härte immer noch in die Schranken, was in erster Linie auch deshalb beeindruckt, weil man es sich nicht nur leisten kann, stilistisch nach links und rechts zu schauen (das Hardcore-lastige ´Taurus´ erinnert ein bisschen an alte Earth Crisis, bei ´Obey The Obscene´ zitieren diverse Gitarrenspielereien Josh Silvers Keyboards zu „Bloody Kisses“-Zeiten), sondern zudem auch immer wieder wenig offensichtliche, dafür langfristig interessante Hooklines und Harmonien erarbeitet (´The Formation Of Night´!), die das Ganze zu etwas machen, das auch außerhalb der „Organisierter Krach“-Schublade funktioniert. Oder um ein großes Vorbild der Truppe heranzuziehen: Wenn die ersten beiden Alben tatsächlich MANTARs „Morbid Tales“ und „To Mega Therion“ waren, geht „The Modern Art Of Setting Ablaze“ durchaus als (allerdings straighteres) „Into The Pandemonium“ durch!


Boris Kaiser 8.0

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