ReviewDynamit

Band
AT THE GATES 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #373 
Titel
To Drink From The Night Itself 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.5 

Century Media/Sony (44:48)
Mit „At War With Reality“ knallten die Göteborger Death-Metal-Pioniere AT THE GATES vor vier Jahren ein grandioses Comebackalbum auf den Tisch. 2018 schieben Tompa Lindberg & Co. nun mit „To Drink From The Night Itself“ einen ähnlich starken Longplayer nach. Zunächst mal fällt auf, dass die Grundatmosphäre düsterer und bedrohlicher ist als noch auf dem Vorgängerwerk. Ob´s am erneuten Line-up-Wechsel liegt (für Anders Björler kam Jonas Stalhåmmar), sei mal dahingestellt. Fakt ist allerdings, dass die Kompositionen einen Ticken komplexer und atmosphärischer arrangiert wurden, wenngleich es noch immer von „Slaughter Of The Soul“-Schablonen-Riffs nur so wimmelt. Oft zitiert sich das Quintett selbst, wie beispielsweise im Titelsong oder in ´Palace Of Lepers´, aber das dürfen die Herrschaften auch. Tompas Stimme hat nichts von ihrer Fiesheit verloren und geht perfekt einher mit den verwegenen Melodien, die in Songs wie ´In Nameless Sleep´ an die Oberfläche strömen. Das fast schon als doomig zu bezeichnende ´The Colors Of The Beast´ oder das thrashige ´A Stare Bound In Stone´ bringen Abwechslung auf die von Russ Russell (The Haunted, Napalm Death) herrlich organisch produzierte Scheibe. AT THE GATES dürstet es nach Fortschritt und dem musikalischen Blick nach allen Seiten, dafür steht „To Drink From The Night Itself“, und das ist verdammt noch mal gut so. Stark!


Patrick Schmidt 8.5

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