ReviewDynamit

Band
CORROSION OF CONFORMITY 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #368 
Titel
No Cross No Crown 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (57:49)
Der pulsierende Herzschlag im Intro spricht Bände: CORROSION OF CONFORMITY leben - und zwar endlich wieder in der legendären „Deliverance“-Besetzung mit Sänger/Gitarrist Pepper Keenan, der vor gut zehn Jahren ausgestiegen war, weil er die Touren mit Down nicht mehr unter einen Hut bekam. Sein charismatischer Gesang transportiert Weltschmerz ohne Weinerlichkeit, die monolithischen Riffs sitzen wie Fausthiebe von Bud Spencer, und die düsteren Gitarrensoli atmen die typische Südstaaten-Schwermut. C.O.C. haben in dieser Formation einen ureigenen Sound geschaffen, der irgendwo im Doom/Southern/Stoner-Kosmos angesiedelt ist und die Hardcore-Wurzeln der Band nur noch erahnen lässt. Mehrheitlich besteht das bärenstarke Material aus wuchtigen Groove-Monstern, die vom schmutzigen Bluesrocker ´Nothing Left To Say´ sowie einigen Interludes aufgelockert werden. Gerade diese kurzen Instrumentals sorgen für viel Atmosphäre, wobei sich besonders ´No Cross´ hervortut, das glatt als Western-Soundtrack von Ennio Morricone durchgehen könnte. Nicht zuletzt auch wegen des wunderbar analogen Sounds von Stammproduzent John Custer knüpft „No Cross No Crown“ nahtlos an das immerhin zwölf Jahre alte letzte Pepper-Album „In The Arms Of God“ an. Sowohl stilistisch als auch qualitativ eine bemerkenswerte Kontinuität nach so einer langen Pause - welcome back!


Marcus Schleutermann 8.5

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