ReviewDynamit

Band
BELOW 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #361 
Titel
Upon A Pale Horse 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Metal Blade/Sony (47:26)
Während bei Krethi Knarz und Plethi Pröttel sämtliche frühen Veröffentlichungen preislich durch die Decke gehen, kriegt man BELOWs erste Split-7“ von 2013 mit Anguish selbst in der auf 100 (!) Exemplare limitierten Clear-Vinyl-Version bei Discogs noch für unter sieben Euro. Muss man nicht verstehen und hat null Komma nix mit der Güte dieser Schweden zu tun, deren 2014er „Across The Dark River“-Full-length-Debüt man als Doom-Fanatiker höchstens ein wenig zu sauber finden konnte, zu „clean“ im Sinne von tendenziell (auch) power-metallischen Acts wie Memento Mori, Memory Garden oder Veni Domine. Auf dem erneut geschmackssicher betitelten Nachfolger „Upon A Pale Horse“ arbeitet der Fünfer, der sich über Backing-Vocals-Schützenhilfe von Sorcerers Anders Engberg und Primordials Alan Averill freuen darf, die selbst kommunizierten Haupteinflüsse Black Sabbath zu „Headless Cross“-Zeiten, (natürlich) Candlemass und King Diamond (Letzteres vor allem bei ´The Coven´ mit seinem „The Eye“-Einschlag) deutlicher heraus und entwickelt dabei andererseits interessanterweise trotzdem ein eigeneres Geschmäckle. Die besten Riffs und Leads sind die todtraurigen von ´Hours Of Darkness´ (inklusive Fade-out - echt jetzt!?), die weiteren Höhepunkte wurden klassisch gekonnt verteilt, vom eingängigen Chorus des Openers ´Disappearing Into Nothing´ über die genregerechten „Mönchschöre“ im fast zehnminütigen Titeltrack bis zur auffälligen Dynamik (´When Death Calls´?) des Rauswerfers ´We Are All Slaves´. In toto jedenfalls eine echt bockstarke neue Talentprobe, mit der ich in dieser Form nicht gerechnet hätte!


Boris Kaiser 8.5

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