ReviewDynamit

Band
NIGHTBRINGER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #360 
Titel
Terra Damnata 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Season Of Mist/Soulfood (52:20)
Mit der Höllenpforte ins Haus fallen NIGHTBRINGER auf ihrem neuen Album, denn der Opener ´As Wolves Amongst Ruins´ beschleunigt erst gar nicht, sondern legt im Überschalltempo los. Das Stück steht zwei Jahre nach dem fabelhaften „Ego Dominus Tuus“ stellvertretend fürs aktuelle Selbstverständnis der Amerikaner: Extremsein ist kein Lippenbekenntnis, und proggige Raffinesse schließt eine räudige Wurzelbehandlung nicht aus. „Terra Damnata“ wirkt überdreht schrill, aber nie unkontrolliert, im Gegenteil: Die Platte braucht eigentlich keine besinnlichen Orgel-Parts, da sie auch ohne Tastenklänge sinfonisch anmutet. Die Band beglückt Freunde von manischem Black Metal (Emperors „Anthems...“ oder Abigors „Nachthymnen...“ kommen wieder in den Sinn), wie er eigentlich gar nicht mehr praktiziert wird, und liegt trotzdem am Puls der Zeit, wo die nordischen Urheber längst hinterherhecheln. Famoses Ding.


Andreas Schiffmann 8.0

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