ReviewDynamit

Band
MIDNIGHT RIDER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #360 
Titel
Manifestation 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Massacre/Soulfood (49:30)
Läge „Manifestation“ kein Infoschreiben bei, man könnte fast meinen, dass es sich bei der Platte um den nachgezogenen Release von Aufnahmen irgendeiner vergessenen NWOBHM-Combo handeln würde. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, wer hinter der Band steht: Zwei Viertel von MIDNIGHT RIDER (Gitarrist Blumi und Bassist Cliff Bubenheim) spielen „hauptberuflich“ bei Metal Inquisitor, und ebenjene sind im traditionellen Sektor bekanntermaßen eine der geilsten einheimischen Metalbands überhaupt. Warum der instrumentale Anteil der Songs auf dem Debütalbum der Truppe (die übrigens bereits 2008 schon mal ´ne EP veröffentlicht hat) so dermaßen souverän und rund klingt, wäre damit also geklärt. Einen Spitzenjob legt aber auch Frontmann Wayne aufs Parkett: Der Mann verfügt über ein eingängiges Organ und ist mit einer angenehmen Tonlage gesegnet, die bisweilen ein wenig an Orchid-Fronter Theo Mindell erinnert. Dass die Scheibe auch noch warm und natürlich produziert wurde und kein bisschen künstlich klingt, ist sozusagen die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. „Manifestation“ ist damit eine der ersten großen Trad-Metal-Überraschungen des Jahres.


Jens Peters 8.5

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