ReviewDynamit

Band
OBITUARY 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #359 
Titel
Obituary 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Relapse/Rough Trade (33:19)
Mit „Inked In Blood“ gelang OBITUARY ein eindrucksvolles Comeback, dessen Songs sich live neben den Klassikern der Bandhistorie erstaunlich gut geschlagen haben. Das einzige Manko war der ziemlich eigenartige, direkte Sound des Albums, der eher nach spontaner Proberaumaufnahme als teurem Studio klang. In dieser Hinsicht steuert das selbstbetitelte zehnte Album der Band wieder in die richtige Richtung: „Obituary“ fährt einen dreckigeren Klampfen- und druckvolleren Gesamtsound auf, bei dem lediglich das Schlagzeug etwas undifferenziert klingt. Soundtechnisch kann die Band also immer noch nicht ganz an ihre legendären Morrisound-Produktionen anknüpfen, dafür haben es die Kompositionen aber wieder in sich. „Obituary“ bietet alles, was man sich als Obi-Fan wünscht: pulsierenden Florida-Groove-Death-Metal, der durch geile Riff-Intermezzi, Jammerhaken-Soli und Doublebass-Attacken stets so mitreißt, dass man sich direkt ein Bier aufmachen will. Da stört es auch nicht weiter, dass Lead-Gitarrist Kenny Andrews in seinen Soli ein paar ungewohnt melodische Akzente setzt.


Ronny Bittner 8.5

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