ReviewDynamit

Band
DEMON 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #355 
Titel
Cemetery Junction 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

Spaced Out/Soulfood (55:37)
Das letzte DEMON-Album „Unbroken“ (2012) war kein totaler Knaller, im Vergleich zu seinen drei Vorgängern, dem okayen „Spaced Out Monkey“ von 2001 sowie den  komplett verzichtbaren „Better The Devil You Know!“ von 2005 und „Blow-Out“ von 1992 (!), aber ein deutlicher Schritt nach vorne. „Cemetery Junction“ geht nun trotz diverser Abzüge in der B-Note (langweiliges Artwork, durchschnittliche Produktion, zudem singt Dave Hill halt nicht mehr ganz so formidabel und energetisch wie 1981) als bester Release der NWOBHM-Legende seit dem ´91er Superwerk „Hold On To The Dream“ über die Ziellinie, dafür sorgt alleine das über weite Strecken bockstarke Songwriting, für das man sich als Vorlage wahrscheinlich ´ne Mischung aus dem ´87er „Breakout“ mit seiner noch verhaltenen Epik und dem ´83er Metal/Neoprog-Mischling „The Plague“ zusammengebastelt hat: Zwei Ausfällen (´Drive´, ´Out Of Control´) und wenigen mittelprächtigen Nümmerchen steht somit mit u.a. den eher ruhigen ´Queen Of Hollywood´ und ´Miracle´, dem straighten ´Turn On The Magic´ sowie den beiden Klasse-Openern ´Life In Berlin´ und vor allem ´Are You Just Like Me´ (auf „Taking The World By Storm“-Niveau!) echtes Earcandy gegenüber, das die livetechnisch sowieso nach wie vor reüssierende Truppe auch in Sachen Tonträger noch mal in den Fokus rücken sollte. Klar, ich bin großer DEMON-Fan, aber „Cemetery Junction“ wird tatsächlich auch unbedarfte Hörer nachhaltig mitnehmen - da bin ich mir sicher!


Boris Kaiser 8.0

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