ReviewDynamit

Band
ROBERT PEHRSSON´S HUMBUCKER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #354 
Titel
Long Way To The Light 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

High Roller/Soulfood (29:34)
29:34 Minuten? So fuckin´ what!? 30:05 Minuten dauerte das selbstbetitelte 2013er Debüt von ROBERT PEHRSSON´S HUMBUCKER, und dieses ist damals völlig verdient auf der Pole-Position des Rock-Hard-Soundchecks gelandet - wer braucht´s schon lang, wenn´s dann nicht richtig hart wird? Wobei „hart“ im Falle vor allem des neuen Drehers nicht so wirklich das passende Adjektiv ist, denn Pehrsson, der schwedische Klassegitarrist, der u.a. bereits bei Death Breath, Imperial State Electric und Slingblade gespielt hat und nach wie vor einen bewundernswert eigenen Ton fährt, hat dem High-Energy-Rock à la The Hellacopters noch deutlicher abgeschworen und offeriert ein lupenreines Classic-Rock-Album, das sich irgendwo zwischen Kiss ´75, Thin Lizzy ´76 (´Distant Bound´ ist wahrscheinlich eines der „echtesten“ Lizzy-Generika ever), Survivor ´79 und Springsteen ´82 (´The Somber Sleeps´) einpendelt und dabei auch auf die Schützenhilfe der halben (Underground-)Szene seines Heimatlandes baut (Nicke Andersson, Joseph Tholl, Jakob Ljungberg, Robert Eriksson, Jonas Wikstrand...). Die basische und zurückgefahrene, trotzdem knackfrische Produktion knüpft an die erste Solo-Talentprobe an, das Songmaterial erreicht bei aller durchgehenden Güte - einen „Ausfall“ gibt´s weiß Gott nicht - allerdings nicht ganz die melodische Durchschlagskraft des 2013er Materials, einen solchen nachhaltigen Überraschungscoup legt man vielleicht auch nur einmal im Leben hin. Und wer diese Worte jetzt lediglich für das „Schönschreiben“ eines „irgendwie ja schwächeren“ zweiten Albums hält, sollte sich einfach vom bärig guten „Long Way To The Light“-Opener ´Send Her My Love´ überzeugen lassen - ein Stück, das man garantiert nicht mehr so schnell aus den ungewaschenen Lauschern bekommt...


Boris Kaiser 8.0

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