ReviewDynamit

Band
THE BREW 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #353 
Titel
Shake The Tree 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

Jazzhaus/Inakustik (37:08)
Noch dichter und eigenständiger setzt „Shake The Tree“ die Linie des Vorgängers „Control“ um, ein Album, mit dem sich das generationenübergreifende Trio (Vater und Sohn am Bass bzw. an den Drums) aus dem Nordosten Englands bereits einen Namen in der europäischen Clubszene erspielt hat. Seit Gitarrist Jason Barwick die Vocals übernommen hat, verflüchtigt sich auch zunehmend der klischeehafte Eindruck, der Papa würde sich mit zwei blutjungen Jungs seine späten Rock´n´Roll-Träume verwirklichen, anstatt das berühmt-berüchtigte Motorrad zu kaufen. Stattdessen strotzen die im Studio des ehemaligen Little-Angels-Sängers Toby Jepson aufgenommenen Tracks vor unbändiger Live-Energie und Selbstbewusstsein. Die ersten acht Tracks des Albums rocken supertight und geradeaus im Classic-Rock-Stil, ohne auch nur für eine Sekunde an die Vorbilder (Free, Led Zeppelin, Cream, Aerosmith) zu erinnern, bevor THE BREW leider den perfekten Abgang mit zwei atmosphärischen Tracks, Jams oder Extravaganzen verpassen. Der Sound ist modern und hart, aber trotzdem gefühlvoll inszeniert, die knappen Melodien stets unaufdringlich und cool. In dieser Form überholt „das Gebräu“ „die Antwort“ und liefert sich ein heißes Duell mit „den Chorknaben“ um den Ruf der besten Pub-Band Großbritanniens. Auch bei uns im November wieder zum Biertrinken gerne gesehen. Prost!


Holger Stratmann 8.0

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