ReviewDynamit

Band
THE DEAD DAISIES 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #351 
Titel
Make Some Noise 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
9.5 

Spitfire/SPV (45:12)
Ganz ehrlich: Ich hätte nie im Leben gedacht, dass THE DEAD DAISIES, dieses Musikerkollektiv, in dem Zeit seines Bestehens bereits (ehemalige) Mitglieder von Guns N´Roses, The Rolling Stones, Inxs, Ozzy, The Cult und zahllosen weiteren weltbekannten Truppen gespielt haben, ihre grandiose 2015er Platte „Revolución“ noch mal übertreffen würden. Genau das ist der aktuellen Besetzung, bestehend aus John Corabi (v., ex-Mötley-Crüe), Doug Aldrich (g., ex-Whitesnake), Marco Mendoza (b., Thin Lizzy), Brian Tichy (dr., ex-Whitesnake) und David Lowy (g.), mit ihrem neuen Output aber gelungen. Unglaublich, was die Herrschaften mit „Make Some Noise“ aufs Parkett legen. Vom ersten bis zum letzten Track stimmt alles: Die raue, aber dennoch gefühlvolle Stimme Corabis harmoniert perfekt mit Aldrichs superbem Gitarrenspiel, Mendoza groovt wie Hölle, und was Brian Tichy (den ich bisher gar nicht so sehr auf dem Schirm hatte) am Schlagzeug leistet, ist Weltklasse. Die Songs klingen aufgrund der unterschiedlichen Herkunft und Einflüsse der Beteiligten mal nach Aerosmith (wie etwa ´All The Same´ und ´We All Fall Down´), mal nach AC/DC (wie der Opener ´Long Way To Go´) - und sind allesamt erstklassig (das gilt sowohl für die zehn Eigenkompositionen als auch für das geile Creedence-Clearwater-Revival-Cover ´Fortunate Son´ und den The-Who-Track ´Join Together´). Damit ist „Make Some Noise“ die bisher beste klassische Hardrock-Scheibe des Jahres. THE DEAD DAISIES spielen hier sowohl technisch als auch kompositorisch in der Champions League. Wer sich das Teil nicht zulegt, ist selber schuld.


Jens Peters 9.5

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