ReviewDynamit

Band
HAMMERS OF MISFORTUNE 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #351 
Titel
Dead Revolution 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

Metal Blade/Sony (46:44)
Echt jetzt? Fünf Jahre sind seit dem letzten HAMMERS OF MISFORTUNE-Album „17th Street“, sicherlich nicht dem besten der Band-Geschichte, vergangen? Crazy! Schließlich gehören John Cobbett (g./v.) und seine Hintermannschaft, darunter seine bessere Hälfte Sigrid Sheie an den Keyboards, zu den meistzitierten und bewundertsten Metal-Acts des US-Undergrounds, ihr Classic Rock, Prog und Doom miteinbeziehender Sound, klanglich immer eher geschmackvollen als „neumodischen“ Hörgewohnheiten verpflichtet, gilt im Ganzen ähnlich wie die stilistisch verwandten „Arbeiten“ von Slough Feg oder Dawnbringer als relativ unangreifbar. Auf „Dead Revolution“, der mittlerweile sechsten Platte, werden ausufernde, verschachtelte, erst mal sperrige Mini-Epen wie ´Sea Of Heroes´, ´Flying Alone´ und ´The Velvet Inquisition´ von zwei knackig-kleinen, als Anspieltipps auffallenden Hits, dem Titelsong sowie ´The Precipice´, unterbrochen, am nachhaltigsten verzaubern allerdings die beiden selbst für Hammers-Verhältnisse ausbrechenden, nun ja, „Experimente“, nämlich das in Sachen Melodieführung und Atmosphäre klar an Ghost erinnernde ´Here Comes The Sky´ (Ohrwurm!) sowie das abschließende, fast achtminütige Folk-Traditional ´Days Of ´49´, seinerzeit auch schon mal von Bob Dylan und Fairport Convention interpretiert, das vom eingefleischten Sixties/Seventies-Aficionado (Rensen...) bis zum tieftraurigen Black-Metaller (Peters...) jeden mitnehmen sollte, dessen Ohren noch an den richtigen Stellen sitzen.


Boris Kaiser 8.0

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