ReviewDynamit

Band
FLOTSAM AND JETSAM 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #349 
Titel
Flotsam And Jetsam 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

AFM/Soulfood (55:59)
Die Karriere von FLOTSAM AND JETSAM gleicht einem ewigen Auf und Ab. 2011 gelang es den US-Thrashern nach langer Durststrecke, mit „The Cold“ den Rock-Hard-Soundcheck zu gewinnen. So richtig nutzen konnte man das Momentum aber nicht: Der Nachfolger „Ugly Noise“ fiel 2013 „nur“ gut aus (und wurde nicht mal zur „Dynamit“-Scheibe gekürt), während die „No Place For Disgrace“-Neueinspielung 2014 eh die Gemüter spaltete. Dass jede Scheibe in einem leicht veränderten Line-up (diesmal neu an den Kesseln: Jason Bittner von Shadows Fall) und bei einer anderen Plattenfirma erscheint (nach Nuclear Blast und Metal Blade sind nun AFM an der Reihe), dürfte die Sache nicht vereinfachen. Musikalisch kann „Flotsam And Jetsam“ allerdings auf ganzer Linie überzeugen und bietet stilistisch „best of both worlds“ - sowohl die auf „The Cold“ etablierte Liebe zum US-Power-Metal als auch die Speed/Thrash-Schule werden auf dem zwölften Album bedient. Die stilistische Spannweite reicht vom facettenreichen Melodie-Monster wie ´Seventh Seal´ (das auch Sanctuary gut zu Gesicht gestanden hätte) bis zu einer Overkill-artigen Abrissbirne wie ´L.O.T.D.´. Dazwischen hat die Band mit ´Iron Maiden´ eine gelungene Hommage an die gleichnamige britische Metal-Legende platziert, bei der Sänger Eric A.K. Knutson besonders glänzen kann. Ein weiterer entscheidender Faktor, der „Flotsam And Jetsam“ zu einer absoluten Spaßplatte macht, ist das variable Schlagzeugspiel von Jason Bittner, das die Songs enorm antreibt und der Band eine gehörige Frischzellenkur verpasst. Welcome back!


Ronny Bittner 8.0

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