ReviewDynamit

Band
RIVAL SONS 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #349 
Titel
Hollow Bones 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
9.0 

Earache/Warner (37:02)
Mit „Hollow Bones“, ihrem vierten Studioalbum, treten RIVAL SONS ein schweres Erbe an: Mit zwei ihrer drei bisher veröffentlichten Langrillen räumten die Kalifornier in unserem Mag bereits die Auszeichnung zum „Album des Monats“ ab, zuletzt gelang das den Herrschaften vor gut zwei Jahren mit „Great Western Valkyrie“. Und um ganz ehrlich zu sein: Ich fand RIVAL SONS schon immer noch ´ne ganze Ecke geiler als The Answer, Scorpion Child und - Sakrileg! - auch als Graveyard. Das liegt vor allem daran, dass sich die Truppe um Fronter Jay Buchanan im Gegensatz zu beängstigend vielen ihrer Genre-Kollegen nicht nur auf die Wiederbelebung des Led-Zeppelin´schen Spirits konzentriert, sondern musikalisch auch gerne mal in Richtung The Doors abdriftet. Die Basis bleibt natürlich trotzdem ehrlicher Bluesrock mit einem unglaublich warmen Gitarrensound, wunderbar organischem Drumming, überaus gefühlvollem Gesang und angenehmen, völlig unaufdringlichen Orgeln. Im direkten Vergleich zu den Vorgängern wirkt „Hollow Bones“ ein wenig entschlackt, was sich u.a. in einer deutlich reduzierten Spieldauer (sowohl „Great Western Valkyrie“ als auch „Head Down“ waren beinahe eine Stunde lang) bemerkbar macht. Die Band hat sich spürbar Mühe gegeben, Längen auszubügeln und überflüssigen Ballast über Bord zu werfen. Was bleibt, ist Großartigkeit vom ersten bis zum letzten Ton - und damit die bisher stärkste RIVAL SONS-Platte.


Jens Peters 9.0

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