ReviewDynamit

Band
SCORPION CHILD 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #349 
Titel
Acid Roulette 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (56:09)
Bis auf Sänger Aryn Black und Gitarrist Christopher Cowart sind bei SCORPION CHILD sämtliche Positionen neu besetzt worden, der zweite Gitarristenposten wurde gar zugunsten eines Keyboarders gestrichen, doch das alles hat der musikalischen Klasse der Texaner nicht geschadet - ganz im Gegenteil. Im Vergleich zum bereits sehr beachtlichen Debütalbum klingt „Acid Roulette“ noch ausgereifter, vielseitiger und inspirierter, unter den zwölf Songs findet sich kein einziger auch nur ansatzweise mittelmäßiger Track. Neben gelungenen, zeitgemäßen Led-Zeppelin-Verbeugungen wie ´She Sings, I Kill´ oder ´Blind Man´s Shine´ begeistert das Quintett mit perfekt inszenierten Retro-Rock-Ohrwürmern (´Reaper´s Danse´), Breitwand-Hardrock-Hymnen (´Twilight Coven´, ´Moon Tension´), metallischen Hits (´My Woman In Black´, ´Winter Side Of Deranged´), sehr clever aufgebauten Psychedelic-Trips (´Acid Roulette´) und sogar einer smarten Alterna-Rock-Halbballade (´Survives´). Die Gitarrenarbeit ist ebenso originell und intelligent wie emotionsgeladen, der Gesang schlicht und einfach Weltklasse, der Drive mörderisch, die Produktion von Chris „Frenchie“ Smith (u.a. The Answer, The Darkness) mächtig, aber nie übermächtig, und stilistisch beherrschen SCORPION CHILD alles von Classic- und Rotzrock bis zu Siebziger-Glam und traditionellem Achtziger-Metal. Zep-Fans werden genauso widerstandslos mitgerissen wie Backyard-Babies-Anhänger und W.A.S.P.-Jünger. Phänomenal!


Michael Rensen 8.5

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