ReviewDynamit

Band
MIASMAL 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #346 
Titel
Tides Of Omniscience 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.5 

Bereits das famose Vorgängeralbum „Cursed Redeemer“ ließ sich in keine Schublade packen, mit ihrem dritten Longplayer gehen die Göteborger Death-Metal-Abenteurer MIASMAL sogar noch einen Schritt weiter und liefern ein musikalisch wie atmosphärisch sehr anspruchsvolles Album ab. Die Basiszutaten aus dem traditionell schwedischen Death Metal werden noch immer von diversen Crustpunk-Einflüssen flankiert, die Gitarren scheren aber im Vergleich zu „Cursed Redeemer“ weiter aus. Harmonien und haufenweise elegante Melodien fräsen sich unbarmherzig in die Gehörgänge und wollen einfach nicht mehr raus. Beispiele gefällig? Songs wie der sofort zupackende Opener ´Axiom´ oder das düstere, fast schon Post-irgendwas-mäßige ´Perseverance´ stechen ob ihrer Extravaganz eindeutig aus der gewöhnlichen Schwedentod-Masse heraus. Demgegenüber stehen stets nach vorne peitschende Krachersongs wie ´Deception´ oder ´Venomous Harvest´, die immer wieder mit überraschenden Soli für Begeisterung sorgen. Abgerundet wird „Tides Of Omniscience“ von einer warmen, dynamisch-fließenden Produktion, die abermals von der Band selbst getätigt wurde. Hier ist eine Band im Jahre 2016 tatsächlich dabei, einen völlig eigenen Death-Metal-Stil zu entwickeln. Dafür gebührt dem Quartett allerhöchster Respekt!


Patrick Schmidt 8.5

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