ReviewDynamit

Band
TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #343 
Titel
Letters From The Labyrinth 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
9.0 

BONUSBOMBE

Republic/Universal (52:14)
Eines vorweg: Wer mit Ami-Bombast und ausgeprägten Klassik-Elementen nichts anfangen kann und seinen Metal lieber roh und ungeschliffen goutiert, kann gleich zur nächsten Rezension springen. Denn auch wenn TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA mehr denn je in Richtung ihrer Wurzeln (genau, gemeint sind natürlich Savatage) schielen, ist „Into The Labyrinth“ sicher eine ganze Menge, aber kein brettharter No-bollocks-Metal. Also, Ronny, hier gibt´s nichts für dich zu sehen. Auch Sie können gleich weitergehen, Herr Schiffmann. Sind jetzt alle Kostverächter weg? Prima, dann weiter im Text: TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA legen mit „Letters From The Labyrinth“, ihrem sechsten Studioalbum, ihre bisher beste Veröffentlichung vor. Seit dem Release von „Night Castle“ sind sechs Jahre ins Land gezogen - eine Zeitpanne, die Paul O´Neill (Produzent und Songwriter) und Jon Oliva (Songwriter, Keyboarder und Gitarrist) offensichtlich bestens genutzt haben. Die Platte strotzt an allen Ecken und Enden vor liebevollen Details, ist perfekt arrangiert und produziert. Alle beteiligten Musiker (und das sind bei TSO nicht gerade wenige) machen einen hervorragenden Job. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Sänger: Wenn Jeff Scott Soto, Russell Allen oder Neuzugang Kayla Reeves (die gerade mal knapp über 20 ist und singt, als hätte sie nie was anderes getan) die Vocal-Lines intonieren, läuft es mir ein ums andere Mal kalt den Rücken runter. (Dann zieh dir doch endlich mal was an. - Red.) Tracks wie ´Not Dead Yet´ oder ´Prometheus´ hätten ohne Weiteres auch auf einem Savatage-Album stehen können (auf „Power Of The Night“ bestimmt nicht... - bk), ansonsten reicht die musikalische Spanne von einer sanften Piano-Ballade (´Not The Same´) über verspielte Klassik-Neuinterpretationen (´Madness Of Men´) bis hin zu flotten Hardrockern (´Forget About The Blame´). Für mich die Platte des Monats!


Jens Peters 9.0

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