ReviewDynamit

Band
RAM 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #342 
Titel
Svbversvm 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.5 

Metal Blade/Sony (50:02)
Ich finde den 2012er Vorgänger „Death“ nach wie vor bockstark, aber die Platte, für RAM-Verhältnisse ungewohnt sperrig und weitab des „Mainstreams“ arrangiert, hat nicht bei allen Supportern der Schweden für totale Eskalation gesorgt. „Svbversvm“ präsentiert sich nun schon beim programmatisch betitelten Auf-die-Fresse-Start ´Return Of The Iron Tyrant´ als Rolle rückwärts, erinnert eher an das Full-length-Debüt „Forced Entry“ (2005), sogar an die „Sudden Impact“-EP (2003) - und worshippt damit einmal mehr Judas Priest in deren Gänze, im speziellen Fall vor allem „Painkiller“. Weil diesmal trotz des unnötig prätentiösen Albumtitels nur wenig „Okkultes“ verfängt und alles ziemlich schnell auf den Punkt kommen soll, ist Songwriting im Old-School-Sinne wichtiger denn je, aber RAM kacken nicht ab: Klar, die B-Seite mit dem überlangen ´Forbidden Zone´, dem Quasi-Instrumental ´Temples Of Void´ oder dem abschließenden Titelsong hält das Niveau der ersten Hälfte nicht ganz, deren eröffnendes Viererpack - neben dem erwähnten Opener noch der Superhit ´Eyes Of The Night´, das mit brillanten Gitarrenharmonien versehene Midtempo-Monster ´The Usurper´ sowie der No-bullshit-Banger ´Enslaver´ - geht allerdings auch als nahezu perfekt durch und manövriert RAM nicht nur wegen Oscar Carlquists wandelbarer Wunderstimme ohne Umwege aufs Genre-Treppchen, das im Laufe der Jahre und Jahrzehnte vor allem von US-Truppen wie Malice, Sword und Warrior warmgehalten wurde. Eisenhart!


Boris Kaiser 8.5

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