ReviewDynamit

Band
SATAN 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #342 
Titel
Atom By Atom 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.0 

Listenable/Edel (47:36)
Das Comeback „Life Sentence“ hätten die New-Wave-Of-British-Heavy-Metal-Veteranen SATAN 2013 nicht schlauer anlegen können: Das Album, ihr erstes seit „Suspended Sentence“ von 1987, knüpfte stilistisch direkt an den legendären ´83er Erstling „Court In The Act“ an, sprühte vor Kraft, Verve und Esprit, klang also überhaupt nicht wie die Rückkehr diverser alter Männer, die aus Langeweile noch mal ein paar Wald-und-Wiesen-Festivals mitnehmen wollen, sondern hätte auch als Debüt eines frischen Newcomers durchgehen können. „Atom By Atom“ ist nun insofern ambitionierter, als dass SATAN, die ja zu drei Fünfteln noch in anderen Bands (Skyclad, Blitzkrieg) aktiv sind, deutlich komplexer zu Werke gehen. Das hat nichts mit Progressive Metal zu tun, die sehr offensive Eingängigkeit des Vorgängers musste aber verschachtelteren Arrangements weichen, für die diesmal vor allem die Gitarren sorgen, die das Klasse-Duo Ramsey/Tippins noch mal deutlich als so mit das Beste ausweisen, das England zu bieten hat. Den Zugang erleichtert dabei die warme, im heimischen Newcastle entstandene Produktion (Mix und Mastering: Dario Mollo), die den refrainlastigsten Teil des Albums (´Fallen Saviour´, ´The Devil´s Infantry´ oder ´My Own God´) sofort kommen, anderes, nicht sofort Nachvollziehbares (den Titeltrack oder sogar den Opener ´Farewell Evolution´) aber immerhin relativ bald folgen lässt. Gefällt mir alles in allem, nicht nur wegen des zügigeren Tempos (und der geringeren Spielzeit?), besser als die neue Maiden.


Boris Kaiser 8.0

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