ReviewDynamit

Band
SLAYER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #340 
Titel
Repentless 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (41:57)
SLAYER werden auch fast 30 Jahre später immer noch an „Reign In Blood“ gemessen, und der Tod von Hauptkomponist Jeff Hanneman hat die Aufgabe nicht einfacher gemacht, den mit diesem Meilenstein verbundenen Erwartungen gerecht zu werden. Doch vielleicht gerade deswegen sind die Herren enger zusammengerückt und haben ihr stärkstes Album seit langem abgeliefert. Basierend auf dem ungemein prägnanten, variabel-versierten Drumming von Rückkehrer Paul Bostaph, der sowohl mit gnadenlosem Geknüppel (´You Against You´) als auch mit wuchtigen Midtempo-Akzenten (´Vices´) Dave Lombardo gänzlich vergessen macht, toben fiese Riff-Salven (´Chasing Death´!), wie sie nur aus der SLAYER-Hölle kommen können. Well done, Kerry! Dazu gibt´s reihenweise rasende Soli, bei denen auch Exodus-Kopf Gary Holt zeigen kann, was er draufhat. „Repentless“ klingt dabei erstaunlich abwechslungsreich (´When The Stillness Comes´ muss im SLAYER-Kontext fast schon als Ballade gelten) und zeigt durchgehend kompositorische Klasse. Bleibt als einziger Haken Tom Arayas krächziger Sprechgesang, der mir noch nie gefallen hat und hier mitunter etwas angestrengt wirkt. Ungeachtet dessen eine ausgesprochene positive Überraschung!


Marcus Schleutermann 8.5

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