ReviewDynamit

Band
SLAYER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #340 
Titel
Repentless 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (41:57)
Thrash- und Metal-Fans auf der ganzen Welt dürften sich in den letzten Monaten häufiger die Frage gestellt haben, wie die neue SLAYER-Scheibe wohl ohne Jeff Hanneman klingen wird, der als Songwriter im Prinzip als unersetzbar gilt. Dass „Repentless“ zudem ohne Schlagzeug-Gott Dave Lombardo stattfindet, hat die Bedenken zusätzlich geschürt. SLAYER haben es aber trotz dieser Line-up-Widrigkeiten geschafft, ein bärenstarkes Album einzuhämmern, das keinen Fan der Band enttäuschen sollte. Exodus-Riffmeister Gary Holt ist wohl der einzige Thrash-Gitarrist weltweit, der Hannemans Erbe mit dem nötigen Respekt und Können verwalten darf und SLAYER trotzdem mit seinem ureigenen Stil ein paar neue Facetten spendiert. Seine Soli und auch das eine oder andere Riff sind jedenfalls unverkennbar Exodus-Style und passen dennoch bestens zu den Totschlägern. Paul Bostaph trommelt technisch einwandfrei und „mannschaftsdienlich“, so dass es auch in diesem Bereich nicht viel zu mäkeln gibt. Und die Songs? Im Hause Nuclear Blast spricht man vom besten SLAYER-Album seit „Seasons In The Abyss“. Ja, das kann man durchaus so sehen, denn die Balance aus verdammt geilen Uptempo-Geschossen (´Implode´, ´Atrocity Vendor´) und fiesen Schleifern (´Cast The First Stone´, ´Pride In Prejudice´) passt vorzüglich. Und dass Arayas Organ mit zunehmendem Alter immer manischer und diabolischer klingt, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Ich weiß keinen triftigen Grund, „Repentless“ mit weniger als acht Punkten zu bewerten.


Patrick Schmidt 8.0

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