ReviewDynamit

Band
SLAYER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #340 
Titel
Repentless 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (41:57)
Hanneman ist tot, Lombardo (mal wieder) raus, Holt darf noch nicht ran, selbst Araya erzählt in unserem Interview, dass jetzt nur noch die halben SLAYER am Start seien, und King, den irgendwie kaum jemand wirklich leiden kann, wird bei seinem Versuch, das alte Thrash-Flaggschiff auf Kurs zu halten, eher argwöhnisch als wohlwollend beobachtet. Beste Voraussetzungen für ´ne schlechte Platte. Und dann so was: Der Titelsong mit seiner Breitseite völliger Monster-Riffs (auch wenn King widerspricht, könnte das Eröffnungs-Lick ´ne 30 Jahre alte Holt-Idee sein), ein paar völlig unglaublichen Soli und einem komplett Amok brüllenden Araya ist einer der besten SLAYER-Songs - schlagt mich jetzt ruhig - aller Zeiten. Die Bretter ´Take Control´, ´Atrocity Vendor´, ´Implode´ und ´You Against You´ hätten auf jedem (!) Post-„Reign In Blood“-Werk zu den Highlights gehört. Zugegeben: Bei den atmosphärischeren Stücken hat King einen anderen Ansatz als der für so was in der Vergangenheit zuständige Hanneman, kriegt zwar beim Komponieren eigener Aussage zufolge gelegentlich Gänsehaut, erntet aber zumindest bei mir eher anerkennendes Kopfnicken als wohlige Schauer. Aber das ändert unterm Strich nix daran, dass „Repentless“ massivst rult. Halbe SLAYER? My ass!


Jan Jaedike 8.5

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