ReviewDynamit

Band
GRUESOME 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #336 
Titel
Savage Land 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.5 

Relapse/Rough Trade (36:09)
GRUESOME haben Death studiert, verstanden und entschlüsselt. Wenn jemand erzählen würde, dass „Savage Land“ ein verschollenes Death-Album aus der „Scream Bloody Gore“- und „Leprosy“-Phase ist, würde man es glauben. So perfekt hat noch keiner Chuck Schuldiners frühen Stil nachgespielt, ohne in plumpes Kopieren zu verfallen. Selbst das Cover von Ed Repka und auch das Logo fangen gekonnt den Spirit ein. Eine wunderbare Sache also für alle Fans der frühen Death. Und doch hinterlässt das alles zumindest bei mir einen schalen Beigeschmack. Was würde Chuck dazu sagen? Er selbst war immer auf Weiterentwicklung bedacht, nahm nie das gleiche Album zweimal auf und hätte mit dem „The Sound Of Perseverance“-Nachfolger vielleicht sogar dem Death Metal den Rücken gekehrt. So sehr man also mit einem Projekt wie GRUESOME den frühen Death Tribut zollt, so sehr verhöhnt man damit Chuck Schuldiners visionäre Schaffenskraft. Trotzdem ist „Savage Land“ gemessen an dem, was es sein soll, hervorragend.


Sebastian Schilling 8.5

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