ReviewDynamit

Band
AGNOSTIC FRONT 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #335 
Titel
The American Dream Died 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (28:00)
Es braucht nur die ersten Sekunden des Intros mit Sätzen wie „It´s all about money, they don´t care about the people“, um klarzumachen, dass sich AGNOSTIC FRONT nach wie vor nicht ausschließlich über ihre Musik, sondern vor allem auch über die politische Message definieren. Derbe und für zarte Seelen vordergründig vielleicht etwas gar zu platt, aber in einer Stadt wie New York sind die sozialen Spannungen und Probleme naturgemäß von anderer Sprengkraft als im vergleichsweise beschaulichen Dortmund (die schönste Stadt Westfalens darf jeder gerne durch den Namen der eigenen Heimatstadt ersetzen) und verlangen nach der entsprechend kompromisslosen musikalischen Umsetzung. Wobei sich die Hardcore-Institution aus dem Big Apple im immerhin 30. Jahr ihres Bestehens selbst übertrifft, denn aggressive Shitkicker wie ´We Walk The Line´ und ´Only In America´ oder potenzielle Live-Hymnen wie ´Never Walk Alone´, ´Old New York´ und ´Just Like Yesterday´ klingen angepisst wie lange nicht und haben einen Punch, von dem andere Bands nur träumen können. Meinen wirklich einige verwirrte Wohlstand-Kids, dass Hardcore seine politische Berechtigung verloren hat? Am Arsch, „The American Dream Died“ beweist das Gegenteil! Angesichts der extrem unschönen gesellschaftlichen und politischen Auswüchse ist eine Band wie AGNOSTIC FRONT im Jahr 2015 mindestens genauso wichtig wie in den Achtzigern. Sonst macht ja kaum noch jemand das Maul auf.


Thomas Kupfer 8.0

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